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Tipps, wie Sie Erkenntnisse der Psychologie für Ihr SEO nutzen können

Menschen agieren im Internet immer, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder ein Bedürfnis zu erfüllen. Probleme, Bedürfnisse oder Wünsche schlagen sich im Suchverhalten des Nutzers wieder. Die Darstellung der Bedürfnisse erfolgt eher anonym und ist aus diesem Grund viel ehrlicher, als es die Darstellung in einer persönlichen Befragung wäre.

Um SEO perfekt einsetzten zu können, ist es deshalb wichtig, neben der technischen Optimierung, das menschliche Verhalten im Internet genau zu kennen und sich daran anzupassen.

 

Deshalb folgen hier mehrere Verhaltensmuster, die nützlich für SEO- Entscheidungen sind:

Verwenden von Alltagssprache

Wenn Menschen eine Suchanfrage stellen, ist diese selten präzise formuliert. Sie tippen also eher Fragen in der Suchleiste, als genaue Begriffe einzutragen. Daran sollte man sich orientieren und auch Longtail- Keywords einsetzten, um auch der Alltagssprache gerecht zu werden.

Bevorzugen von sympathischen Dingen

Menschen neigen dazu andere Menschen binnen 30 Sekunden in eine Gruppe einzuordnen. Nämlich ob sie die Person sympathisch finden, oder eben nicht. Da man in 30 Sekunden nicht durch den Charakter oder die Sprache überzeugen kann, ist es hier wieder die Optik, die zählt. Und wie immer ist der erste Eindruck ausschlaggebend. Genau derselbe Effekt tritt auch bei dem Betrachten einer Internetseite ein. Um die Absprungrate möglichst gering zu halten, sollte an der Erscheinung des Internetauftritts gefeilt werden, um ihn ansprechend zu gestalten. Außerdem gewinnt die Seite dadurch auch an Vertrauenswürdigkeit.

Trägheit der Menschen

Bei der Internetnutzung geht es größtenteils um eine schnelle Informationsbeschaffung. Je schneller Informationen erfasst werden können, desto besser. Wenn ein Nutzer auf einer Seite lange Zeit nach einer Information suchen muss, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er lieber wo anders sucht. Es ist also von Belang, die eigene Website so zu konfigurieren, dass der Nutzer sich schnell zurechtfindet und sich orientieren kann. Außerdem ist es für das Suchmaschinenranking von hoher Priorität, dass die Seite übersichtlich strukturiert ist.

Suche nach neuen Reizen

Bei der Wahl der Überschriften im Text, aber auch der Überschriften für die Seiten ist Vorsicht geboten. Unser Gehirn sucht permanent nach neuen Reizen und die Aufmerksamkeitspanne, vor allem im Internet, wird immer kürzer. Bei Überschriften kann man besonders kreativ sein, um ins Auge des Kunden zu springen.

Diese Merkmale helfen, um eine auffällige Überschrift zu gestalten:

Fragezeichen

Menschen sind von Natur aus neugierig. Der Gebrauch von Fragezeichen führt zu einer erhöhten Klickbereitschaft.

ungerade Zahlen

Nutzer bevorzugen ungerade Zahlen in Überschriften. So wirkt der Titel: “7 Online Marketing Strategien“ eventuell besser als der Titel: „8 Online Marketing Strategien“.

aussagekräftige Wörter

Überschriften haben nur einen Zweck: sie sollen zum Klicken animieren. Trauen Sie sich auffällige Wörter wie „extrem“, „sinnvoll“, „verblüffend“, „garantiert“, „neu“ und „stark“.

Suche nach den aktuellsten Dingen

Das Informationsbedürfnis des Menschen ist darauf ausgelegt, immer das Neuste haben zu wollen. Man möchte nie als Letzter eine Sache erfahren. Deshalb sollte man darauf achten, eigene Inhalte immer aktuell zu halten. Die neuen Informationen werden vom Gehirn als relevanter und zielführender begriffen. Je älter also die von  Ihnen bereitgestellten Informationen sind, desto weniger relevant werden sie vom Gehirn eingestuft.

Denken mit 2 Gehirnhälften

Das Denken ist vom Zusammenspiel unserer zwei unterschiedlichen Gehirnhälften geprägt. Die rechte Gehirnhälfte ist für intuitive und künstlerische Tätigkeiten zuständig. Hier werden Informationen unterbewusst und automatisch verarbeitet. Vor allem werden hier Bilder, Farben und Symbole wahrgenommen. Die linke Gehirnhälfte hingegen, ist für analytisches, detailreiches und zeitorientiertes Denken verantwortlich. Um die Verweildauer des Besuchers auf Ihrer Website zu erhöhen, sollten Sie die rechte Gehirnhälfte aktivieren, da diese schneller beeinflusst werden kann und die Aufmerksamkeit durch visuelle Reize erregt werden kann. Das könnte zum Beispiel eine auffällige Farbe oder ein besonderes Symbol sein. Trotzdem muss beachtet werden, dass die linke Gehirnhälfte eher angesprochen werden sollte, wenn es sich um ein Produkt handelt, welches eine rationale Entscheidung fordert, die mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ist dies der Fall, sollten überschaubare Argumente und Vorteile, die für das Produkt sprechen, eingefügt werden, um den Denkprozess in eine Richtung zu lenken. Auf emotionale Bilder und auffällige Elemente sollte verzichtet werden. Durch den Einsatz der richtigen Key- Words können so auch Kunden abgefangen werden, die auf der Suche nach ernsten Informationen und Angeboten sind.

Fazit

Bei der Content- Erstellung sollten Sie immer versuchen, Ihre Seite einmal aus der Sicht Ihrer Kunden zu sehen. Denn es ist nicht nur wichtig zu wissen, wie sich Nutzer verhalten, sondern warum sie sich so verhalten. Wenn Sie das wisse, können Sie Ihr SEO ganz genau darauf anpassen und so in Zukunft mehr Nutzer auf Ihre Seite führen. Welche Methode beeinflusst Ihre Zielgruppe in welchem Maße? Sie können verschiedene Test machen und sich am Ende für die beste Lösung entscheiden.

Zoe Scheer

Zoe Scheer, Online-Marketing bei SELLWERK

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