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Phishing-Ratgeber: So erkennen Sie gefälschte E-Mails

Wer kennt es nicht? Jeden Tag tauchen im E-Mail Postfach mehrere unerwünschte Spam-Mails auf. Diese elektronischen Nachrichten sind nicht nur lästig, sie können auch gefährlich sein. Um was es sich bei Spam-Mails genau handelt und wie Sie die unverlangten Nachrichten erkennen, lesen Sie hier:

Eine abzugrenzende Kategorie der Spam-Mails ist das sogenannten Phishing (= „Password“+“fishing“). In der Regel haben Spam-Mails einen eher werbenden Charakter. Phishing-E-Mails hingegen haben das Ziel, dem E-Mailempfänger sensible Nutzerdaten auf betrügerische Weise zu entlocken.

Merkmale von Phishing-Mails

Es gibt mehrere Merkmale um Phishing-Mails erfolgreich zu identifizieren. Dazu sollten Sie sich diese Fragen stellen:

1. Ist mir der Absender der E-Mails bekannt?

Wenn nicht, kann das ein Anzeichen für eine Spam-Mail sein.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Was einem auf den ersten Blick als bekanntes Unternehmen erscheint, kann auch eine Tarnung für betrügerische Aktivitäten sein.

Hier wird auf das Vertrauen der Empfänger in eine bekannte Firma gesetzt, um so Rechnungen vorzutäuschen oder Anmeldedaten herauszufinden. Die Internetseiten, auf die Sie mit Hilfe von Links in der E-Mail geschickt werden, sehen täuschend echt aus. Dieses Vorgehen nennt man Visual Spoofing.

Als vorgegebene Firmen werden zum Beispiel PayPal, Amazon oder verschiedene Banken genutzt

2. Kommt mir die E-Mail Adresse merkwürdig vor?

Auch wenn es nur ein kleiner Fehler ist: ein überflüssiger Punkt oder eine hinzugefügte Zahl können schon ein Hinweis auf eine Spam Adresse sein. Jedoch werden nicht nur Firmen als Attrappe genutzt. Der Absender einer Spam-Mail kann genauso eine Privatperson gehackt haben.

3. Befinden sich in der Mail viele Rechtschreibungs- oder Grammatikfehler?

Meist ist das ein Hinweis auf einen unseriösen Absender. Auch fremde Sprachen können ein Indiz sein.

4. Wird in der E-Mail um dringenden Handlungsbedarf gebeten?

Häufig wird der Empfänger dazu gedrängt, noch ausstehende Gebühren zu bezahlen oder Dateien zu öffnen. Hier sollten Sie genau prüfen, ob dieses Schreiben als vertrauensvoll angesehen werden kann.

5. Wird Ihnen ein Impressum angezeigt?

Das Impressum ist in Deutschland auch für E-Mails Pflicht. Wenn es fehlt, deutet das auf einen Spam hin.

Phishing-Mails den Kampf ansagen 

Nun wissen Sie, welche Kennzeichen Phsishing-Mails besitzen. Wie Sie jetzt mit ihnen umgehen sollten und wie Sie diesen in Zukunft vorbeugen können, erfahren Sie hier:

1. Keine Anhänge oder Links öffnen

Auf keinen Fall sollten Sie Dateien herunterladen. Diese befinden sich häufig als Anhang unter dem Betreff. Besonders vorsichtig sollten Sie mit Dateien sein, die die Endungen: .exe, .com, .vbs, .bat, .sys, .reg und .zip, besitzen. Diese enthalten häufig schädliche Software. Außerdem sollten Sie unter keinen Umständen auf angezeigte Links klicken, da diese nur auf weitere externe Seiten führen, die mit Schädlingen oder Spionagetools ausgestattet sind.

2. Keine Antwort zurückschicken

Wichtig ist es auch, dem Absender nicht zu zeigen, dass Ihre E-Mail Adresse aktiv genutzt wird. Mit dem Versenden einer Antwort zeigen Sie, dass sie erreichbar sind. Im schlimmsten Fall führt das zu noch mehr Werbung in Ihrem Postfach.

3. E-Mails in den Junk- oder Spamordner verschieben

Eine ganz einfache Lösung ist es, die unerwünschten E-Mails in den Spamordner zu verschieben. So wird die nächste Nachricht des Absenders auch sofort in diesen Ordner geschickt und Sie können alle gesammelt löschen.

4. Mehrere E-Mails Adressen anlegen

Wenn Sie verhindern wollen, dass Ihr Postfach mit unverlangten E-Mails überschwemmt wird, sollten Sie sich eine zweite Adresse einrichten. Diese können Sie dann für Registrierungen auf Webseiten, Internet-Einkäufen und in Foren nutzen. Ihr privates Postfach bleibt somit vertrauensvoll.

5. Internetrecherche durchführen

Sie sind sich nicht sicher, ob die vorliegende E-Mail ein Spam ist? Suchen Sie im Internet nach aktuell kursierenden, betrügerischen Mails. Vielleicht stoßen Sie auf Nutzer, denen dasselbe passiert ist und Sie können sicher sein, dass Sie die E-Mail mit gutem Gewissen ignorieren können.

6. Das E-Mail Programm vorbereiten

Deaktivieren Sie in Ihrem E-Mail Programm das automatische Laden von Bildern in einer HTML-Email. Dadurch kann der Sender der E-Mail nicht erkennen, ob Sie die E-Mail gelesen haben.

Am besten deaktivieren Sie im E-Mail-Programm generell die Darstellung von E-Mails im HTML-Format und versenden Sie nur Mails im Textformat. Im Textformat kann kein schädlicher Code eingebettet sein.

FAZIT

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen und prüfen Sie jede E-Mail, die Ihnen nicht vertrauensvoll vorkommt mit den aufgeführten Merkmalen. So können Sie sich in Zukunft immer sicherer im Umgang mit E-Mails fühlen.

Zoe Scheer

Zoe Scheer, Duale Studentin im Bereich Dienstleistungsmarketing bei SELLWERK in Nürnberg

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