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Native Advertising – Das kann getarnte Werbung

Ist Ihnen, dass auch schon einmal passiert? Sie surfen entspannt im Internet und stolpern auf einer Ihrer Lieblingsseiten auf einen interessanten Artikel oder ein spannendes Video. Schnell geklickt und angefangen zu lesen bzw. zu schauen, werden Ihnen ganz nebenbei zum Thema passende Produktlinks angezeigt. Kommt Ihnen bekannt vor? Dann sollte Ihnen der Marketing Trend Native Advertising ein Begriff sein.

Als Native Advertising bezeichnet man eine Form der Werbung, bei der Werbeinhalte geschickt in die Internet-Seite eingebettet werden und dadurch auf den ersten Blick nicht als Werbung auffallen. Meistens wird dabei in einem Beitrag oder Video für einen Artikel oder ein Unternehmen geworben, dadurch können Ad-Blocker ganz einfach umschifft werden.

Ad-Blocker kosten zahlreiche Unternehmen viel Geld, da z.B. ihre Werbe-Banner auf Websites dadurch blockiert bzw. ausgeblendet werden. Doch Tatsache ist: Werbenetzwerke bringen Online-User durch Malware immer wieder in Gefahr. Damit Firmen das Problem umgehen können, nutzen sie immer häufiger Native Advertising. Was Native Advertising für kleine und mittelständische Unternehmen bewirken kann, erklären wir im Anschluss.

Online-Werbung als KMU – günstig & relevant

Kleine und mittelständische Unternehmen kämpfen mit geringen Budgets, die möglichst große Wirkung entfalten sollen. Genau an dieser Stelle kommen die Vorteile von Native Advertising ins Spiel. Diese Werbeform will sich nicht verstecken, sondern fällt – auch im Vergleich zur Flut an Werbebannern – auf, sei es durch Markierungen wie Sponsored Post oder durch ihren extravaganten Inhalt.

Weitere Vorteile von Native Advertising für KMUs (laut Native Advertising Studie 2016 von BurdaForward):

  • 40 Prozent klicken einen Native-Teaser an
  • jeder Zweite bewertet Layout, Text und Bilder mit sehr gut
  • Native-Advertising wird als unterhaltsamer, informativer und interessanter als Display-Werbung betrachtet
  • 40 Prozent beschreiben Marken, die Native-Advertising nutzen, als engagiert, modern, interessant und kreativ

Der letzte Punkt ist spannend: Kaum eine Werbeform hat einen so positiven Effekt auf das Image eines Unternehmens.

Native-Advertising vs. Content-Marketing

Advertorials im Print-Bereich sind längst gang und gäbe. Was in Print funktioniert, findet sich als Native Advertising in der digitalen Welt wieder. Das Konzept sieht vor, dass Publisher und Werbetreibende bezahlte Anzeigen ausarbeiten, die Mehrwert für Leser bieten, soll heißen: Die Anzeigen passen perfekt zum Seiteninhalt, dem Design und dem Nutzer.

Als bezahlte Form der Medienplatzierung steht die Kommunikation mit der Zielgruppe im Vordergrund, sei es durch beratende, unterhaltsame oder informative Inhalte. Im Vergleich zu klassischen Werbeformen wird der User dabei nicht gestört.

Native Advertising wird fälschlicherweise oft als Synonym zu Content-Marketing verwendet. Allerdings ist Letzteres eine Marketing-Form, bei der das werbetreibende Unternehmen der Herausgeber bzw. Publisher ist.

5 Formen von Native Advertising

Im Bereich Native Advertising haben sich derzeit fünf Ad-Platzierungen durchgesetzt:

  1. Content-Teaser: Ein Bild, eine aussagekräftige Überschrift und ein Teaser – das sind die Bausteine des Content-Teasers, der häufig auf Übersichtsseiten zu finden ist. Clickbaits darf er nicht enthalten, der Content steht im Vordergrund.
  2. Recommendation-Widget: Auch diese Widgets sind häufig auf Übersichtsseiten oder unter Artikeln zu finden; sie werden häufig mit Überschriften wie „Anzeige“, “Gesponsert” oder „Das könnte Sie interessieren“ markiert.
  3. Social-In-Feed-Unit: Gesponserte Anzeigen können seit geraumer Zeit bei Facebook, Twitter und Co. gebucht werden. Sie tauchen im News-Feed des Users auf.
  4. Promoted-Listing: In Onlineshops werden bestimmte Produkte hervorgehoben und im Regelfall anderen Artikeln vorangestellt.
  5. Paid-Search-Units: Google bietet seit Langem bezahlte Anzeigen an, die in seinen Suchergebnisseiten an oberster Stelle erscheinen.

Bei allen fünf Formen steht die User-Relevanz im Vordergrund. Die Inhalte werden mit dem Fokus auf Mehrwert gestaltet und passend online platziert.

Rechtliche Rahmenbedingungen von Native Advertising

Trotz der Vorteile dieser Werbeform sind die Risiken von Native Advertising nicht zu unterschätzen. Die Europäische Union bemüht sich, die Rechte seiner Bürger aufrechtzuerhalten. Generell sollten alle Inhalte im Internet transparent und klar sein.

Damit Sie gefahrlos als KMU Native Advertising einsetzen können, hat IAB Europe einen Leitfaden für Online-Werbung erstellt. Darin heißt es unter anderem:

  • Ads müssen als solche identifizierbar sein
  • der Auftraggeber muss klar erkennbar sein
  • Werbeangebote, Wettbewerbe oder Spiele müssen als solche erkennbar sein

Diese Richtlinien gelten nicht für Werbetreibende, aber Dritte (Publisher), die für oder mit diesen zusammenarbeiten.

Jennifer Panzer

Jennifer Panzer, B.A. Dienstleistungsmarketing – Medien und Kommunikation, Produktmanagerin bei SELLWERK in Nürnberg

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