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Black Friday – mehr als nur ein Shopping-Wahnsinn

Der Black Friday steht vor der Tür. Was das ist? Ein Trend aus den USA, der mittlerweile auch in Deutschland stark verbreitet ist. An diesem Tag gibt es in vielen (Online-)Shops tolle Angebote. Als Schnäppchenjäger sollten Sie sich diesen Tag rot im Kalender anstreichen – wir tun dies im Übrigen auch.

Als Unternehmen hingegen sollten Sie überlegen, wie Sie diesen besonderen Tag für sich nutzen können. Im Jahr 2015 konnten Firmen in Deutschland insgesamt 924 Millionen Euro mit dem Black Friday und dem Cyber Monday einnehmen. Für dieses Jahr wird mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro gerechnet.  

Black Friday – Was steckt hinter dem Phänomen?

In den USA schon fast zu einem eigenen Feiertag geworden bildet der Black Friday in den USA den umsatzstärksten Tag im Jahr für den Einzelhandel. Traditionell findet der Black Friday immer am Freitag nach Thanksgiving (dem amerikanischen Erntedankfest) statt. Stationäre Händler und zahlreiche Online-Shops bieten 24 Stunden lang diverse Rabatt- und Gutscheinaktionen oder Zusatzleistungen an und läuten damit ihr Weihnachtsgeschäft ein.  

So verwundert es uns nicht, dass an diesem Tag richtige Menschenmassen in die vielen verschiedenen Einkaufsstraßen strömen. Vermutlich geht auch der Begriff genau auf diese Menschenmengen zurück. Schon in den 60er Jahren zog es die Menschen nach Thanksgiving wie „schwarze Massen“ raus auf die Straßen. Eine andere Herleitung für den Begriff zielt mehr auf den Effekt des Black Fridays ab: das Schreiben von “schwarzen” Zahlen. Denn viele der teilnehmenden Händler verbuchen an diesem Tag enorme Umsätze, die automatisch Verluste aus Vormonaten ausgleichen und für eine positive Bilanz sorgen.   

Auch in Deutschland wollte man von diesem Phänomen profitieren. So brachte Apple 2006 den Black Friday nach Deutschland. Immer mehr Unternehmen wie Zalando, Asos oder Saturn sprangen auf diesen Zug auf und wollten von dem großen Kuchen etwas abhaben. Zum Glück: Denn so kommen wir heute als Kunde und als Unternehmen in den Genuss der lukrativen Vorteile des Black Fridays. Einige Online-Shops verlängern den Black-Friday sogar um das Wochenende und bieten dann montags, am sogenannten Cyber Monday, nochmal extra Angebote an.  

Kaufverhalten beeinflussen

Lassen Sie den Black Friday für sich arbeiten!

Wer von uns freut sich nicht über ein Schnäppchen? Genau! Und hier müssen Unternehmer unbedingt ansetzen. Kunden sind am Black Friday besonders kauffreudig und suchen gezielt nach Sonderangeboten und Rabatten. Aber nicht nur diese Aktionsarten finden Anklang, auch kleine Zusatzgeschenke kommen bei den Kunden an und fördern die Kundenbindung. Wer mit den Produkten und dem Service zufrieden war, wird gerne wiederkommen.

Diese Möglichkeiten gelten nicht nur für den eCommerce-Bereich, auch der stationäre Handel kann davon profitieren. Doch leider haben viele lokale Händler die enorme Bedeutung dieser Aktionstage noch nicht erkannt und verlieren dadurch zahlreiche potentielle Kunden an Online-Shops.

Hier muss sich der stationäre Handel an dem Einkaufsverhalten der Konsumenten orientieren und darf nicht nur auf das alljährliche Weihnachtsgeschäft setzen – gerade wenn er das Feld dem Onlinehandel nicht kampflos überlassen will.

Welche Maßnahmen führen zum Erfolg am Black Friday?

Betreiben Sie einen Onlineshop? Dann veröffentlichen Sie Ihr Angebot auf www.black-friday.de. Je näher der Termin des Aktionstages rückt, desto mehr User suchen nach Black Friday Angeboten. Früher oder später werden Sie, unter anderem durch das gute Google-Ranking, auf der oben genannten Website landen.

Davon haben dann Sie und Ihre potentiellen Kunden etwas: Sie können ein breites Publikum erreichen und auf Ihren Shop aufmerksam machen und die User bekommen eine Übersicht aller teilnehmenden Onlineshops. Selten ist die Neukundenakquise so einfach und effektiv.

Zu weiteren möglichen Maßnahmen gehören E-Mails – und zwar nicht nur für Onlineshop-Besitzer. Dieser Kanal konnte beim letztjährigen Black Friday den höchsten Umsatz erzielen. Von wegen die E-Mail ist tot. Es lebe die E-Mail! Lassen also auch Sie diese aufleben, allerdings nicht ohne einige grundsätzliche Dinge zu beachten:

  • Schüren Sie die Vorfreude auf Ihre Angebote und erinnern Sie totgesagte Kunden an Ihre Produkte.
    Personalisieren Sie Ihre Mails. Nichts ist schlimmer als eine unpersönliche Ansprache. Oder haben Sie schon mal etwas gekauft, nachdem Sie mit “Sehr geehrte Damen und Herren” angesprochen wurden?
  • Setzen Sie auf individuelle Produktempfehlungen und steigern Sie damit Ihre Klickrate und Ihren Umsatz.
  • Bei Onlineshops bietet sich die Möglichkeit beliebte Artikel hervorzuheben (Bestseller). Wer kennt es nicht – das was der andere hat, ist immer besonders interessant.
  • Zu welcher Tageszeit Sie am besten Ihre E-Mails verschicken sollten, lesen Sie hier.

Falls Sie Ihre Kunden auf Ihre Website führen, muss diese mobil optimiert sein. Im Jahr 2015 surfte nämlich die Hälfte der User am Black Friday über mobile Endgeräte. Diese machten rund ein Drittel des Gesamtumsatzes an diesem Tag aus.
Eine responsive Website ist also nicht mehr länger eine Option und nice-to-have, sondern Pflicht. Ist Ihre Website bereits mobil optimiert? Testen Sie das doch über dieses Google-Tool.

Und haben Sie sich schon überlegt, wie Sie Ihr Unternehmen in den Black Friday integrieren können? Und welche Angebote sich für Ihre Produkte anbieten lassen? Wir können nur sagen, es kann sich auf jeden Fall sehr für Sie lohnen!

Die unten angefügte Studie von PYONE, Statista und B+S Card Service zeigt, dass allein 18% der gesamten Einkäufe im November 2015 am Black Friday gemacht wurden und dass der Einkaufswert durchschnittlich bei beachtlichen 93,13€ lag. Tendenz für 2016 steigend.   

 

Infografik: Black Friday und Cyber Monday in Deutschland | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

FAZIT: 
Das Phänomen Black Friday bedeutet für die einen ganz klar der pure Shopping-Wahnsinn, bei dem sie einen Tag lang tolle Schnäppchen ergattern können. Für andere kann es der Schlüssel zu mehr Umsatz werden. Durch geschickte Maßnahmen, die auf das eigene Angebot aufmerksam machen, können neue Kunden gewonnen und Bestandskunden noch näher an das eigene Unternehmen gebunden werden. Eine Win-Win-Situation für Viele!

Sabrina Catalfamo, Jennifer Panzer

Sabrina Catalfamo und Jennifer Panzer, Dialogmarketing- und Marketing- Managerin bei SELLWERK in Nürnberg

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